Peter Lindbergh On Street- Ohne Blick hinter die Kamera

Veröffentlicht auf von photomania.over-blog.de

Peter Lindbergh ist einer der renommiertesten Modefotografen weltweit. Ob Kate Moss, Claudia Schiffer, Linda Evangelista, Naomi Campbell, Gisele Bündchen, Beyonce, Madonna, Pénelope Cruz, Uma Thurman- er hatte Sie alle vor der Kamera.

        

lindbergh_doku_480.jpg fashionaire-lindbergh-2.jpg

72189 at vogue-deu 2009-10-PL peter lindbergh p691 122 205lbeyonce-knowles.263829601794.01. SS500 SCLZZZZZZZ V38087262

bd5e1d43f1de58fa 31398 DARIA 317 122 2lo41d19f2bAmber-Valetta-Peter-Lindbergh-Kopie-1.jpgpeter-lindbergh-891

 

Seine Bilder werden in den größten internationalen Magazinen veröffentlicht, u.a. in der Vogue, Vanity Fair, Marie Claire, Harpers Bazaar, in The New Yorker und dem Rolling Stone Magazine. Die bedeutendsten Modedesigner wollen mit ihm zusammenarbeiten, so geschehen mit Prada, Calvin Klein, Donna Karan, Hugo Boss, Giorgio Armani, Jil Sander und Karl Lagerfeld. Mehrfach wurde er mit Preisen ausgezeichnet, u.a. dem  International Fashion Award in Paris (1995, 1997), dem Raymond Loewy Foundations Award (1996) und dem Lead Award for Best Photography (2010). Sein Werk wird in den wichtigsten Museen weltweit ausgestellt. Er ist fraglos der Elvis der Fotografie.

 

programm.png0_263x394.jpgPeter_Lindbergh_On-Street_Berlin_1.png


On Street heißt nun die aktuelle vielgelobte Ausstellung über Peter Lindberghs Schaffen im C|O Berlin. Gelegen im alten kaiserlichen Postfuhramt im Herzen Berlins- einem Gebäude mit phänomenaler Architektur und modern renovierungsbedürftig-wirkender Innenoptik- zeigt die C/O Berlin-Retrospektive über 120 ausgezeichnete Fotografien und Filme des Fotografen. In schlichten Holzrahmen werden Lindberghs Aufnahmen mit Berlin Bezug, seine neuen Fotoserien „On Street“ und „Looking At“ (in einem Raum der sich als ehemalige Sporthalle entpuppt) und zudem eine Auswahl weiterer Fotografien, die der berühmte Kurator Klaus Honnef persönlich zusammengestellt hat, präsentiert.

 

Nach dem Gang durch die Ausstellung hat der Besucher einen guten Eindruck vom Wirken Lindberghs, kennt seine Ikonen und Klassiker wie neuen Serien. Lindbergh bevorzugt demnach klassische schwarz-weiß Fotografien, ästhetische Natürlichkeit ist die Maxime seiner Fotografien, ihm gelingt es Bilder als zufällige gelungene Schnappschüsse wirken zu lassen, sind diese auch noch so stark inszeniert. Mir selbst gefallen die Bilder Lindberghs sehr gut. Mein persönlicher Favorit das Bild von Kate Moss mit dem heruntergerutschten Latzhosenträger. Es hat eine sehr klare, expressive Bildsprache, zeigt zugleich Stärke und Zerbrechlichkeit des Supermodels.


Seine Porträtnahaufnahmen finde ich ausnahmslos gelungen. Etwas weniger kann ich mich mit der Serie On Street  anfreunden, in denen ein Modell im Setting des Straßenchaos abgelichtet wird. Auch wenn diese Aufnahmen für Ihre Zeit revolutionär sind, wirken sie auf mich befremdlich gestellt. Von Lindberghs Fotografien hab ich also einen bleibenden Eindruck, aber nach der Ausstellung, weiß ich nicht viel von der Person hinter der Kamera. Es hängen in der Ausstellung zwar zwei riesengroße Tafeln mit Texten zu Lindberghs Leben, diese werden jedoch nur, von den sehr ausdauernden Besucher lesen. Wenige möchten stundenlang in engen Durchgängen verweilen. Kurzanmerkungen und Zitate fehlen mir, die dem Besucher Werk und Künstler näher bringen.

 

So erfahre ich erst durch spätere Internetrecherche das Peter Lindbergh, 1944 in Lissa (Polen) geboren, ein sehr uneiteler Mann ist, der am liebsten Khaki-Hosen und Jeanshemden trägt und momentan in den Modemetropolen New York und Paris lebt. Peter Lindbergh ist ausgebildeter Schaufensterdekorateur und studierter Designer. Erst mit 27 Jahren begann er professionell zu fotografieren, zuerst als Assistent des Werbefotografen Hans Lux, 2 Jahre später macht er sich selbstständig. Der große Durchbruch gelang ihm im Jahr 1978 mit Modeaufnahmen im Magazin Stern.

 

9.Kate-Moss-by-Peter-Lindbergh--1994.jpgf5c98bdb-2592-4818-bbb3-5f0cfaa269b6.jpg08505.jpg

 

Das Internet verrät außerdem: Peter Lindbergh heißt eigentlich Peter Brodbeck und legte  sich das Pseudonym Lindbergh, da es einen Fotografen mit gleichem Namen gab, der die Angewohnheit hatte seine Rechnungen nicht zu bezahlen. Informationen und Anekdoten die ich in kurzer aufbereiteter Form in der Ausstellung ein wenig vermisst habe.


Fazit: C/O Berlin das könnt Ihr besser und Herr Lindbergh großartige Bilder!

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post

Tommy 11/23/2010 13:15


Super Blog, lässt sich gut lesen. Und ich weiss endlich was über Peter ;)