Tuesday, 29. march 2011 2 29 /03 /März /2011 12:35

   Aldous Huxley meinte einmal "Nichts bewahrt uns so gründlich vor Illusion wie ein Blick in den Spiegel." Das er mit dieser Aussage nicht immer ganz richtig liegt beweist die Fotoserie Mirros des Fotografen David Kretschmer. In seiner mehrfach ausgezeichneten Bilderserie gibt er uns durch gekonnte Postproduction der Illusion hin wir betrachten direkt einen Menschen beim Blick in den Spiegel. Wie viel Arbeit in der wirklich meisterhaft gelungenen Fotoserie steckt erfahrt ihr im Making Of.

 

Das Making of von Mirros

 

Die Idee zu Mirros war bereits während einer früheren Fotoarbeit entstanden. Seine Fotostrecke begann David jedoch nicht mit einer reinen Idee und auf blauen Dunst sondern mit einem ausgeklügelten Konzept, in dem Thema, Look, Formate etc. festgehalten wurden. Mit dem Konzept als Basis konnte es losgehen. Für das Projekt stand das Studio von Erwin Olaf zur Verfügung bei dem David zur Zeit der Entstehung der Aufnahmen als Assistent tätig war. Jetzt mussten alle Vorbereitungen getroffen werden: die Modelle gecastet und die Requisiten fürs Set besorgt werden. Das Casten war eine Herausforderung, weil spezielle besondere Typen gesucht wurden und auch das Set schien bei dem kleinen zur Verfügung stehenden Budget eine Herausforderung zu sein. Der Flohmarkt in Amsterdam zeigte sich zum Glück jedoch als wahre Schatzgrube, hier fand David alles was er benötigte: diverse verspiegelte Badezimmerschränke, Badezimmermöbel, Hygieneartikel uvm. Gebrauchte alte Fliesen ersteigerte David bei Ebay oder kaufte in Bauteilebörsen. Setvorbereitungen und Casting fraßen eine Menge Zeit.

 

Zu allem Wohl oder Übel hatte David auch noch nebenbei sein Konzept beim Canon Profifoto Förderpreis eingereicht und er gewann! Das setzte ihn ganz schön unter Zeitdruck, seine ersten 3 Aufnahmen sollten in die Visual Gallery der Fotokina ausgestellt werden und die startete in Deutschland in 12 Tagen. Trotz seiner laufenden Assistenztätigkeit bei Erwin Olaf und einer großen zeitintensiven Kampagne für Luis Vuitton schafft David es mit ganz viel Unterstützung des Studioteams, die fehlenden Modelle zu casten, das Set zu bauen (in 2 Tagen) und zu fotografieren (ebenfalls 2 Tage).

 

Die Mirros-Aufnahmen wurden in 2 Schritten realisiert. Schritt 1: Alle Einzelperson wurden vor einem gefliesten Badezimmerhintergrund fotografiert. Schritt 2: Der Spiegel an der gefliesten Wand zu dem dazugehörigen Badezimmer wurde fotografiert. Beide Einzelaufnahmen wurden anschließend in der Postproduction zusammengefügt und damit sie realer wirkten mit Staub, Fingerabdrücken und Spiegelspritzern auf der Spiegeloberfläche versehen. Außerdem wurde aufwendige Beautytusche betrieben, bei der z.T. jede einzelne Hautpore bearbeitet werden musste, dadurch wurde ein sehr ebenmäßiges Hautbild erreicht. In Photoshop wurden Highlights und Schatten gesetzt und am Kontrast gedreht. Am zwölften und letzten Tag wurde dann noch rechtzeitig alles fertig und zum Printer gesendet.

 

Die nächsten 5 Bilder der Serie wurden ähnlich aber mit erheblich weniger Zeitdruck und einem höheren Budget (dank dem Support von Canon) aufgenommen. 1 Woche Setbau, 3 Shootingtage, 4 Modelle und ein Selbstportrait später war das Werk vollbracht. Eine Menge Arbeit, die sich wenn man die Mirro-Serie betrachtet allemal gelohnt hat.

 

Mirros wurde u.a. für die Sony World Photography Awards 2011 nominiert und wird als Finalist beim World Photography Festival vom 26. April bis 22. Mail 2011 in London zu sehen sein.

 

Mehr zu David Kretschmer auf seiner Homepage: http://www.davidkretschmer.com/

 

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Wednesday, 19. january 2011 3 19 /01 /Jan. /2011 13:21

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Oliver Rath, ist  32 Jahre, tätowiert, trägt gern verschiedene Socken,  wirkt auf den ersten Blick  wie der lässige Typ von nebenan. Rath lebt und arbeitet als Fotograf in Berlin. Er ist der junge Wilde. In Heidelberg geboren und aufgewachsen in Freiburg, legt Rath über 10 Jahre professional als DJ auf, bis er schließlich seine Leidenschaft für die Fotografie entdeckt. Seine ungezwungene temperamentvolle  Art, seine Machermentalität, seine kreative Ader machen ihn zu seinem eigenen Lehrer. So bringt sich Rath all sein Wissen über die Kunst der Fotografie im DIY-Verfahren bei. 2008 fällt Rath dann die Entscheidung, er konzentriert sich ab nun voll  und ganz auf seine neue Passion  - die Fotografie. Eine wahnsinnig gute Entscheidung, denn der Typ hat echt was auf dem Kasten. Seine Bilder haben eine ganz eigene humorvoll-sarkastische Bildsprache und sind  jung, lebendig, unverbraucht-frisch und irgendwie leicht durchgeknallt.  Seine Motive wirken lässig cool, aber niemals planlos inszeniert. Seinen Bildern sieht man an, dass er seine eigene Fantasie und Ideenwelt und irgendwie auch den Schalk im Nacken hat. Aber überzeugt euch selbst.  Ab dem 9. April 2011 sind Raths Fotografien in der Vicious Callery in Hamburg, Kleinen Freiheit 46, zu sehen (Flyer).

 

Fazit: Cooler Typ, geniale Bilder, Hamburg here I come! 

 

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   Mehr zu Oliver Rath findet ihr hier:

  > Homepage     http://oliver-rath.com/

 

  > Blog              www.rath-photografie.de

 

  > Twitter          www.twitter.com/RATHphotografie

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Tuesday, 11. january 2011 2 11 /01 /Jan. /2011 08:00

Weisse Letter auf rotem Untergrund so leuchtet das Lomography-Logo im Schaufenster des neuen Lomography Stores Berlin. Der Heaven für Lomography Fans! Allein der Blick durchs Schaufenster bringt die Augen zum Funkeln und das Herz zum Hüpfen. Natürlich entdecken wir gleich die überdimensionale Lomo-Wall das Prunkstück des Stores.

lomography-red-logo-500.png     fisheye2.jpg -> meine Neue :)

 

 

Wer die goldene Schwelle zum bisher deutschlandweit einzigen Lomography-Store betritt, findet sich wieder in einer Welt aus Fisch-Eye-Cameras und Diana-Fs. Jede erdenkliche Lomo-Kamera mit komplettem Zubehör wie Fotobücher,  Fotoaccesssoires und Fashion sind im Lomo-Store Berlin zu haben. Damit vom Anfänger bis zum Profi jeder glücklich wird gibts neben dem ansehnlichen Store supernette und kompetente Beratung und für alle die Zeit und Lust haben richtig coole Lomo-Workshops.

 

Wer nicht das Glück hat und in Deutschlands cooler Hauptstadt wohnt, dem bleibt die Option online Lomography-shoppen zu gehen. Ich verlasse jedenfalls überglücklich und um eine Fish-Eye reicher den Store und bin sicher, hier werde ich bestimmt den ein oder anderen Euro lassen ;)

 

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Monday, 3. january 2011 1 03 /01 /Jan. /2011 16:13

Jipiehh Weihnachten war es endlich soweit. Hastig rieß ich das sorgfältig verpackte Weihnachtspäckchen auf und tatsächlich da war sie: meine Polaroid 300 Instant Camera, in knalligem weinrot. Ich bin ein riesiger Polaroid-Fan und deswegen war die Kamera das beste Weihnachtsgeschenke überhaupt.

 

Das Besondere an der Polaroid 300 Instant, sie macht Polaroid-Fotos im Visitenkartenformat! Eine super Größe für jedes Portemonaie, jede Hosentasche und einfach nur ein must-Have für jeden Fan. Die Kamera ist recht simpel aufgebaut, ohne jeden Schnick-Schnack. Die Polaroid Instant kann einfach jeder bedienen.

 

Nachdem die erste  Polaroid-Kamera 1948 auf den Markt kam und sich in den folgenden Jahren millionenfach verkaufte, sahen wir Ende der 90er mit dem Digitalenzeitalter scheinbar dem Ende der Sofortbildkamera entgegen. Doch nichts da! Die Polaroid erlebt ein Revival. Und nachdem die  Polaroid Holding Company im Jahr 2005 von der Petters Group aufgekauft wurde, stand dem Polaroid-Kult auch nichts mehr im Wege.

 

Zum Kult gehört natürlich auch das Polaroid Book erschienen im Taschenverlag. Es zeigt eine große Auswahl aus der Sammlung der Polaroid Corporation Photography Collection von Ansel Adams, der größten Sofortbild Sammlung weltweit und dokumentiert damit ein Stückweit Polaroidgeschichte. Zu sehen sind in dem Fotobuch unter anderem Polaroids von Helmut Newton, Peter Beard, Jeanloup Sieff, Magret Bourke-White,  Robert Rauschenberg und David Hockney.Ich hab es mir soeben online bestellt.

 

Meine ersten Polaroids sind natürlich geschossen und demnächst plane ich eine kleine Polaroidreihe, die ich digitalisiere und auf The Polaroid Movement. sharen werde. Vllt. gibts bald dann auch Caros Polaroid Fotobuch ;)

 

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Sunday, 5. december 2010 7 05 /12 /Dez. /2010 08:18

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Annie Leibovitz ist die Fotografin der Promis von Demi Moore bis Michelle Obama - und wurde so selbst zu einem Star. Dass sie in Berlin ihre Lebensgefährtin Susan Sontag auf dem Totenbett zeigt, halten viele allerdings für eine Geschmacklosigkeit. Sohn David hat schon protestiert.  

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Sie hatte sie alle vor der Kamera: Bill Clinton, George Bush und Barack Obama. Brad Pitt, Johnny Depp und Nicole Kidman. John Lennon und die Rolling Stones. Annie Leibovitz, 59, fotografiert seit mehr als 25 Jahren für Vanity Fair, hatte Hunderte von Titelbildern. Die März-Ausgabe der US-Zeitschrift Vogue ziert eine entspannte Michelle Obama im lila Kleid, natürlich fotografiert von Annie Leibovitz.

 

Immer wieder brachte sie Prominente dazu, vor der Kamera ungewöhnliche Dinge zu tun. Berühmtestes Beispiel: Demi Moore mit nacktem, schwangerem Bauch. Einige ihrer Bilder sind schön und sogar witzig: Leonardo di Caprio mit Schwan um den Hals. Scarlett Johansson als Schlampe mit Strassoberteil und roten Pumps. Und natürlich die Queen, die ungewöhnlich mürrisch im Goldkleid und mit Pelz herumsteht.

Die Schönen, die Reichen, die Mächtigen

Viele ihrer Bilder sind allerdings einfach nur kühl und clever inszeniert. Perfekt, aber kalt und blutleer. Die schiere Größe lässt staunen, die glatte Oberfläche, der Glamour, der von den Stars ausgeht.

 

60 Jahre ist sie alt, bekennende Lesbe, langjährige Lebensgefährtin der Schriftstellerin Susan Sontag. Mit 51 wurde sie zum ersten Mal Mutter, dreieinhalb Jahre später ein zweites Mal mit Zwillingen. Alle drei sind Mädchen: Sarah, Susan, Samuelle. Süße Kinder in rosa und weißen Kleidchen, wie man auf einigen sehr privaten Fotos sehen kann. Gerüchte, dass der Samen von Susan Sontags Sohn stammt und dass männliche Babys schon im Reagenzglas ausgesondert wurden, sind natürlich unhaltbar.

Eine letzte, große Liebeserklärung

Durchaus haltbar aber ist die Kritik an den erschütternden Fotos, die Leibovitz von Susan Sontag machte, als die krebskrank mit dem Tode kämpfte. Auf kleinen Schwarz-Weiß-Fotos ist sie nackt in der Badewanne zu sehen, mit geschundenem Körper, im Krankenbett, nach der Chemotherapie und, schon völlig geschwächt, mit Windel. Traurig ist das, so intim, dass man es lieber nicht gesehen hätte - und doch immer wieder hinschauen muss.

Am Ende zeigt Leibovitz die Freundin auf dem Totenbett: im gefältelten Lieblingskleid, aufgedunsen, mit zerzaustem Kurzhaar und blauen Flecken am Arm von der Infusionsnadel. Hätte sie sich so ausgestellt sehen wollen?

Nein, glaubt Susan Sontags Sohn David Rieff, 56. Er findet, dass Leibovitz seine Mutter "posthum erniedrigt" habe und greift sie massiv an in seinem Buch "Swimming in a Sea of Death". Rieff, das Produkt einer kurzen, schnell erloschenen Teenagerliebe seiner Mutter, ist empört. Leibovitz hätte diese Bilder nicht öffentlich machen dürfen, viel zu intim, zu privat, zu entblößend seien sie.

Leibovitz dagegen sieht die Bilder der kranken und toten Susan Sontag als letzte große Liebeserklärung. "Ich zwang mich, Susans letzte Tage zu fotografieren", sagt sie. "Ich war wie in Trance als ich sie so daliegend fotografierte."

 

Leibovitz Ausstellung im C/o Berlin im Mai diesen Jahres war ein Publikumsmagnet werden. Wer mit Hillary Clinton plaudert und Brad Pitt in Leopardenhosen steckt, der muss einfach toll sein. Einigen wir uns darauf: Sie ist einfach eine gute Fotografin. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Quelle: stern.de

von photomania.over-blog.de
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